Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

Ein engagierter Berufsstand braucht eine leistungsstarke Kammer

Donnerstag, 16. September 2010 8:16

Wir werben. Das ist an sich noch nichts besonderes, denn wir werben jeden Tag: für die Leistungen unserer Kammermitglieder, für unsere berufspolitischen Überzeugungen, für akzeptable organisatorische, technische und finanzielle Rahmenbedingungen, innerhalb derer wir unseren Beruf ausüben können, und wir werben noch für vieles mehr.

Dennoch ist es diesmal anders. Denn die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen wirbt seit einigen Wochen in einer Kampagne um Mitglieder. Wir möchten, dass unsere Kammer eine einflussreiche Kammer bleibt. Wir sind die größte Ingenieurkammer in Deutschland, unsere Argumente finden in Politik und Gesellschaft Gehör, wir stehen wirtschaftlich solide da, wir sind eine große, starke und kompetente Kammer. Eine Kammer, die einen umfassenden Service bietet. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern!

Die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen ist eine Kammer der Möglichkeiten. Wir kümmern uns als „mitgliederstarke Kammer“ um die Belange aller Ingenieurinnen und Ingenieure des Bau- und Vermessungswesens in NRW. Unsere Kammer ist ein starkes Netzwerk für die Mitglieder und eine leistungsfähige Lobby für deren Interessen. Wir möchten, dass dies so bleibt. Und wir sind uns sicher, dass auch unsere Mitglieder daran ein großes Interesse haben.

Als leistungsstarke Kammer bieten wir unseren Mitgliedern einen umfassenden Service – und Ingenieure haben von einer Mitgliedschaft Vorteile, die sich in Euro und Cent auszahlen. Aber nicht nur das. Zum einen werden Kammermitglieder, sofern sie das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, automatisch Mitglied im Versorgungswerk und profitieren damit von attraktiven Angeboten zur Absicherung bestimmter Risiken wie beispielsweise einer Berufsunfähigkeit. Außerdem gelten für Kammermitglieder Sonderkonditionen und Rahmenverträge der Bundesingenieurkammer und des Verbands Freier Berufe in den unterschiedlichsten Bereichen. Ein Blick darauf lohnt sich in jedem Fall.

Doch nicht nur finanzielle Aspekte sind es, die eine Kammermitgliedschaft interessant machen. Die IK-Bau NRW bietet zahlreiche Möglichkeiten an, sich beruflich weiter zu qualifizieren. Selbstverständlich bietet unsere Ingenieurakademie West e.V. die notwendigen Seminare, um sich das hierzu jeweils erforderliche Wissen aneignen zu können. Und das Programm der Akademie (selbstverständlich erhalten Kammermitglieder eine Ermäßigung bei den Teilnahmegebühren) bietet noch weit mehr. Fachliches Können, unternehmerisches Handeln, rechtliches und finanztechnisches Wissen – zu all diesen Aspekten gibt es Vorträge, Seminare und Workshops. Und das nicht nur am Sitz der Kammer in Düsseldorf, sondern auch an anderen Standorten in NRW.

Als berufsständische Vertretung aller Ingenieure des Bau- und Vermessungswesens in NRW stehen wir dafür, unseren Mitgliedern alle für die Berufsausübung notwendigen Informationen aktuell und umfassend zukommen zu lassen. Das ist bei der Fülle der relevanten Informationen nicht immer leicht. Aber wir haben viele verschiedene Informationskanäle und Medien geschaffen, um dieser Herausforderung zu meistern. Kammermitglieder erhalten das Deutsche IngenieureBlatt mit unserem Kammer-Spiegel im Rahmen ihrer Mitgliedschaft kostenfrei. Eine Vielzahl von Publikationen, von Informationsveranstaltungen sowie zahlreiche Seiten im Internet runden unsere Angebote ab. Und falls doch einmal eine Frage offen bleibt – kein Problem. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle stehen gerne für Auskünfte zur Verfügung.

Dass wir uns als Körperschaft öffentlichen Rechts in alle gesellschaftlich und berufspolitisch relevanten Themen mit einbringen, wenn es sein muss, auch mit einer durchaus kritischen Stimme, versteht sich von selbst. Dies entspricht unserem Selbstverständnis. Die Meinungsbildung zu all diesen Themen erfolgt in den durch die Mitglieder gewählten Gremien unserer Kammer, angefangen von der Vertreterversammlung über die Ausschüsse bis hin zu Präsidium und Vorstand. Die Mitarbeit in diesen Gremien steht grundsätzlich allen Kammermitgliedern offen.

Wir haben eine umfangreiche Mitgliederwerbeaktion gestartet. Wir werben für unsere Kammer, weil wir überzeugt sind, dass sie gut und wichtig ist und allerhand zu bieten hat. Und wir wünschen uns, dass unsere Mitglieder diese Werbeaktion aktiv unterstützen.

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Das Sparpaket der Bundesregierung

Montag, 14. Juni 2010 10:20

Dass die globale Finanz- und Wirtschaftskrise große Auswirkungen auch in Deutschland hat und weiter haben wird, das wissen wir seit einigen Monaten. Welche Anstrengungen die deutschen Steuerzahler derzeit auf sich nehmen müssen und welche Lasten sie in Zukunft zu schultern haben werden, um das eigene Staatsdefizit nachhaltig abzubauen – das Grundgesetz sieht ab 2016 für den Bund, ab 2020 für die Länder eine sogenannte „Schuldenbremse“ zwingend vor – , darüber werden wir uns noch alle wundern. Die Bundesregierung hat nun dargelegt, wie und wo sie in Zukunft sparen möchte. Das ist auch nötig, denn nicht allein das deutsche Staatsdefizit ist es, was uns in die Knie zwingt. Es sind auch die Verpflichtungen, die wir innerhalb der Europäischen Währungsunion eingehen. Eingehen müssen, wie ich betonen möchte. Denn bei aller Last, die da zusätzlich auf unseren Schultern liegt: Wir brauchen die gemeinsame Währung, wir brauchen einen starken Euro.

Deshalb müssen wir alles tun, um den Euro und die Europäische Union gegen Finanzspekulanten und andere ökonomische Angriffe zu schützen. Vor dem Hintergrund der Globalisierung ist dies die einzige Möglichkeit, auch weiterhin eine maßgebliche Rolle im internationalen Wirtschaftsgefüge einzunehmen. Ich frage mich allerdings, warum in den vergangenen Monaten so wenige Anstrengungen unternommen wurden, um die Finanzmärkte (wieder) in ihre Schranken zu verweisen und stärker zu regulieren. Da hätte mehr passieren müssen, und diesen Vorwurf müssen sich die Verantwortlichen auf nationaler und europäischer Ebene, in der Politik, den Notenbanken und den Finanzaufsichtsbehörden, nicht nur gefallen lassen, sondern sie sollten zur Begründung ihrer Rat- und Tatenlosigkeit auch sehr gute Argumente parat haben.

Deutschland muss sparen. Das ist keine Frage. Die Spitzen der Regierungskoalition haben ein Paket geschnürt, das dazu beitragen soll, die ärgste Finanznot zu lindern. 40 Milliarden Euro sollen bis zum Jahr 2014 eingespart werden, allein 2011 wird der Rotstift bei Ausgaben von 11 Milliarden Euro angesetzt.
Die tiefsten Einschnitte gibt es bei den Sozialausgaben – was nicht verwundert, weil die Staatsausgaben dort am höchsten sind. Doch auch die Wirtschaft wird ordentlich zur Kasse gebeten, insbesondere durch zusätzliche Abgaben. Infos zum geplanten Sparpaket finden Sie hier. Der Bau des umstrittenen Berliner Stadtschlosses soll aufgeschoben werden, und auch sonst ist damit zu rechnen, dass insbesondere beim Bau und beim Unterhalt verschiedener Infrastrukturprojekte „nein“ gesagt wird.

Und hier wird auch das ganze Dilemma der Politik „nach Kassenlage“ deutlich. Denn aufs Schärfste muss man sich gegen Aussagen wie beispielsweise die des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle verwahren, wir hätten in den vergangenen Jahren über unsere Verhältnisse gelebt. Ich jedenfalls nicht. Sie vielleicht? Irgendjemand sonst aus Ihrem Bekanntenkreis?

Tatsache ist, dass die Politiker seit Jahrzehnten mehr Geld ausgeben, als wir Steuerzahler ihnen für die Erledigung der staatlichen Aufgaben zur Verfügung stellen. Und Tatsache ist eben auch, dass sie die Steuergelder nicht selten für die falschen Dinge ausgeben – und ohne wirklichen „Masterplan“. Wenn im einen Jahr die Ausgaben für die Bildung erhöht werden, z.B. weil so etwas im Wahlkampf gut ankommt, dann werden sie im nächsten Jahr wieder gekürzt, weil kein Geld mehr da ist. Konsistente Bildungspolitik ist so nicht möglich!

Wenn im einen Jahr ein Autobahnteilstück saniert wird, dann steht der Berufsverkehr ganz sicher im nächsten Jahr zwei Kilometer weiter am nächsten Nadelöhr im Stau, für dessen Instandhaltung leider kein Geld mehr da war. Volkswirtschaftlich vollkommener Unsinn, aber eben Politik nach Kassenlage. Und wehe, während des Verlauf eines Projekts findet ein Regierungswechsel statt. Dann wird – weil man das sich selbst ja schuldig ist – jedes frühere Projekt des politischen Gegners aus Prinzip in Frage gestellt.

Was hilft? Natürlich müssen wir sparen! Aber nicht an den Investitionen, die unser Land zukunftsfähig machen. Und sicherlich auch nicht dort, wo unsere soziale Marktwirtschaft gefährdet ist. Wir müssen uns davon lösen, kurzfristig im einen Jahr entscheiden zu müssen, was wir uns im nächsten Jahr gerade eben noch leisten können. Das bedeutet, wir brauchen finanzielle Spielräume, nicht finanzielle Engpässe. Einsparpotenzial sehe ich beispielsweise im Gesundheitswesen. Dort wundert mich immer, mit welch geringen Löhnen viele Beschäftigte auskommen müssen und wie die Leistungen für die Patienten reglementiert werden, während ich gleichzeitig selten höre, dass Pharmakonzerne wirklich Not leiden. Ich glaube auch, dass aufgrund der demografischen Entwicklung der Generationenvertrag nicht mehr ausreichend funktioniert und dass wir deshalb in diesem Bereich Alternativen brauchen. Auch könnte ich mir vorstellen, dass „Versicherungen“, die derzeit vom Staat organisiert werden, künftig privatwirtschaftlich angeboten werden. Eine private Arbeitslosenversicherung – warum denn nicht?

Ich sage bewusst nicht, dass diese Vorschläge ein Allheilmittel sind. Aber ich fordere dringend dazu auf, die strukturellen Probleme dieses Landes zu lösen und dabei vorurteilsfrei und kreativ vorzugehen. Tabus beim Ansprechen der Probleme und bei der Überlegung, wie man damit in Zukunft umgehen könnte, darf es nicht geben. Nur so schaffen wir es, unsere Probleme wirklich zu lösen.

Und es nimmt ja wohl hoffentlich niemand an, das Sparpaket der Bundesregierung löse irgendein Problem? Es ist lediglich ein Herumdoktern an den Symptomen. Und das, müssten mittlerweile eigentlich alle begriffen haben, bringt uns nicht weiter. Es hilft uns nur, uns bis ins nächste Jahr zu schleppen. Und dann geht das Ganze wieder von vorne los. Ist das die Politik, die Sie möchten? Ist das das, was Sie von Ihrem Staat erwarten?

Ich erwarte mehr!

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Guten Tag!

Montag, 12. Oktober 2009 13:21

Willkommen auf meinem neuen Blog. Mein Name ist Heinrich Bökamp, seit 20. März 2009 bin ich Präsident der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen, der größten berufsständischen Vertretung der Ingenieurinnen und Ingenieure des Bau- und Vermessungswesens in Deutschland.

Bloggen ist etwas Neues für mich, und ich bin schon sehr gespannt auf die Kontakte und Diskussionen, die sich hier ergeben werden. Warum habe ich beschlossen, mich künftig auf diesem Weg zu äußern? Dieses Blog ist keine Alternative zur täglichen Medienarbeit unserer Kammer. Es stellt für mich vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit dar, mich aktiv an Diskussionen zu beteiligen und meine Positionen zu politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und berufspolitischen Themen darzulegen.

Anders, als dies bei den klassischen Medien wie Print, TV oder Hörfunk der Fall ist, besteht hier jedoch eine hervorragende Möglichkeit, auch zuzuhören. Sie als Leser dieses Blogs können jederzeit die von mir vertretenen Standpunkte kommentieren. Und genau das fasziniert mich und darauf freue ich mich. Denn ich möchte genau das: Zuhören. Ihre Meinung kennen lernen, mit Ihnen Argumente austauschen. Von Ihnen auf neue Aspekte, Themen und Trends hingewiesen zu werden, das ist mir wichtig. Darum freue ich mich, wenn Sie von der Kommentarfunktion regen Gebrauch machen!

Womit wird sich dieses Blog inhaltlich beschäftigen? In erster Linie natürlich mit den Dingen, die Ingenieurinnen und Ingenieure des Bau- und Vermessungswesens interessieren und beschäftigen: wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Bildungs- und Hochschulpolitik, Qualität beim Planen und Bauen, Vorschriften, Normen und Regelungen, Fort- und Weiterbildung, internationale Zusammenarbeit. Aber Sie werden auch Beiträge finden über die Aktivitäten unserer Kammer wie beispielsweise unsere Imagewerbekampagne, unsere Veranstaltungen und Aktionen zur Nachwuchsförderung oder schlicht über Neuigkeiten in der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen selbst. Das Themenspektrum steht nicht abschließend fest – wie auch? Es wird sich entwickeln, und es wird sich auch an Ihren Interessen orientieren.

Dieses Blog ist übrigens nicht das Einzige, was wir im Web2.0/3.0 tun. Wir haben kürzlich eine Facebook-Seite eingerichtet. Auch dort können Sie sich jederzeit über die Aktivitäten der IK-Bau NRW informieren. Und wenn Sie keine Neuigkeit verpassen möchten, dann folgen Sie unserer Kammer doch einfach auf Twitter.

Sie sehen: Wir gehen in unserer Kommunikation moderne Wege. Wir tun dies, weil wir zum einen Freude daran haben, Neues auszuprobieren – wie sind schließlich Ingenieure! –, zum anderen, weil „Social Media“ heute für immer mehr Menschen zum Alltag gehört. Und wir sind gerne dort, wo sich die Menschen aufhalten, für die wir uns und die sich für uns interessieren. Denn nur so findet ein Dialog statt.

Ich freue mich auf Sie!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Dr.-Ing. Heinrich Bökamp


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