Eine enge Vernetzung ist der Schlüssel zum Erfolg

Gedanken zum Jahreswechsel

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen,
Dezember 2012 – ein weiteres aufregendes, rühriges und erfolgreiches Jahr liegt hinter uns. Das sichtbarste Zeichen für die Entwicklung ist der Umzug unserer Geschäftsstelle in den Medienhafen in Düsseldorf. Der Einzug in das Grand Bateau hat nicht nur den Standortvorteil, ganz nah am Landtag zu sein. Überzeugend war vor allem, dass das Versorgungswerk der Architektenkammer NRW Miteigentümer des Gebäudes ist. Damit leistet der Berufsstand einen unmittelbaren finanziellen Beitrag zur Stärkung der eigenen Versorgungseinrichtung.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident

Doch dass auch Landtagsnähe sich auszahlt, bewies unser Fest zur Einweihung der neuen Geschäftsräume. Mit dem damals amtierenden Bauminister Harry K. Voigtsberger und FDP-Chef Christian Lindner, den ehemaligen Bauministern Oliver Wittke und Lutz Lienenkämper waren neben vielen anderen Abgeordneten gleich mehrere Topentscheider aus Ministerium und Politik anwesend.
Doch auch in der konkreten landespolitischen Arbeit hat sich die Kammer immer fester vernetzt. Mit unseren Stellungnahmen u. a. zum Mittelstandsgesetz, Anerkennungsgesetz oder Klimaschutzgesetz haben wir auch im neu gewählten Landtag bereits Präsenz gezeigt.

Dr. Wolfgnag Appold, Hauptgeschäftsführer

Dr. Wolfgang Appold, Hauptgeschäftsführer

Intensiv sind derzeit die Überlegungen zu Fragen und Lösungen für den Ingenieurnachwuchs. Durch die Diversifizierung der Studienverläufe mit Abschluss Bachelor oder Master sind die bundesweiten Abstimmungsprozesse zum Ingenieurgesetz und zur Festlegung von Standards in der Ingenieurausbildung immer wichtiger. Dabei beachten wir die Positionen der anderen Länderkammern ebenso wie die des ASBau. Auf eine intensive Zusammenarbeit mit dem VDI NRW haben wir uns verständigt. Unsere gemeinsame Rahmenvereinbarung hat dabei zu einem intensiveren Kontakt und zur Abstimmung einer gemeinsamen Grundlinie geführt. Diese Prozesse sind vor allem von dem Ziel getragen, eine möglichst klare Definition für das Berufsbild des Ingenieurs zu schaffen.
Eines unserer weiteren großen Ziele ist die Vernetzung der Ingenieure mit ihrer Kammer, untereinander und mit Vertretern anderer Berufsgruppen. Deshalb haben wir auch in 2012 unsere regionalen Erfahrungsaustausche intensiv fortgesetzt. An zehn Orten in NRW haben Kammermitglieder die Gelegenheit genutzt, in zwangloser Atmosphäre untereinander und gemeinsam mit Vertretern des Vorstandes über die Kammerpolitik zu diskutieren. Beim Dialog Bauingenieurkunst diskutierten wir mit planenden und ausführenden Ingenieuren gemeinsam, und bei unserem Sachverständigen-Forum tauschten sich Ingenieure und Juristen aus.
Eine starke Mischung von Ingenieur­innen und Ingenieuren aus Büros, Behörden und Bauwirtschaft haben wir bei unserem erstmalig durchgeführten Vergabetag erreicht. Geplant hatten wir mit 250 Teilnehmern, erschienen sind gleich 400. Ein Anliegen war und ist uns die Transparenz in Vergabeverfahren unterhalb der Schwellenwerte. In Vorträgen und Diskussionen haben wir in der Veranstaltung für viel Aufmerksamkeit und Aufklärung gesorgt.
Die Leistungsstärke der Kammer für ihre Mitglieder haben wir 2012 auf der Deubau deutlich machen können. Zum Jahresauftakt war der Messestand der Kammer Anlaufstelle für ausgewachsene Ingenieure und für den Ingenieurnachwuchs. Die Mitglieder von „ID. Die Nachwuchsinitiative“ waren zum Networking-Nachmittag eingeladen. Die Teilnehmer des Tiefbaukongresses, bei dem auch wir einen Tag inhaltlich gestaltet haben, fanden hier den Raum für ihre Gespräche am Rande – weit über das rein Fachliche hinaus.
Aber nicht nur mit unserer ID.-Initiative, die sich an Studierende der Hochschulen wendet, haben wir den Nachwuchs im Blick. Ein Highlight unserer Anstrengungen, schon bei Schülern die Faszination des Berufes deutlich zu machen, war der Ideenpark 2012 von ThyssenKrupp. Für 13 Tage war auf 60.000 Quadratmetern ein Technik-Abenteuer-Spielplatz in der Messe Essen aufgebaut. Einer von 200 Partnern der Aktion war die IK-Bau NRW – und wir waren gleich mit drei Projekten vertreten. Rund 200 Jugendliche nahmen an den zweistündigen Workshops „Kinderwege in der Stadt“ und „Vermessung im Grugapark“ teil. Fast 10.000 Teilnehmer waren auf der Eventfläche „Leonardo-Brücke“ zu finden. Da ist die Beteiligung an der Kooperationsvereinbarung für Geodäsie gemeinsam mit dem Innenministerium und den Fachverbänden eine logische Folge für die Nachwuchsarbeit der Kammer.
Für das kommende Jahr haben wir uns wieder viel vorgenommen. Änderungen im Ingenieurgesetz stehen an. Und die Novellierung der Bauordnung steht auf der Agenda. Die Energiewende ist ein großes Ingenieurthema. Die Antworten auf Fragen zu zeitgerechtem und wirtschaftlichem Bauen drängen ebenso wie die zur Sicherheit und zum Erhalt bestehender Bauwerke – von Brücken bis zu Gebäuden aller Art. Die Nutzung von Social Media, von Clouds im Umfeld der Ingenieurplanungen und die Sicherstellung einer gesunden Umwelt im Zeitalter von Mais im Tank – alles Themen in der (Mit-)Verantwortung von Ingenieuren.
Wir wollen und werden als Ingenieurkammer-Bau NRW mitreden, Anregungen und Anstöße geben und auch mahnen, wenn es uns geboten scheint. Wir wollen die kompetente Stimme der Ingenieure im Bauwesen sein.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, glückliches, beruflich und privat erfolgreiches Jahr 2013.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp
Präsident

Dr. Wolfgang Appold
Hauptgeschäftsführer

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