Aktive Nachwuchswerbung – ein „Muss“ für unseren Berufsstand

Schon bald stehen die Abtiurprüfungen an. Zeit also für viele junge Menschen, sich über ihren weiteren beruflichen Lebensweg Gedanken zu machen. Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele, die Spaß an technischen und naturwissenschaftlichen Themen haben, für ein Ingenieurstudium interessieren würden. Die Kammer ist seit einigen Jahren sehr aktiv, um Schülerinnen und Schülern die Faszination am Ingenieurberuf und den beruflichen Herausforderungen, sich sich dort ergeben, zu vermitteln. Was genau wir tun, das zeigt dieses kurze Interview. Weitere Informationen zu unseren vielfältigen Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler (und Lehrkräfte) gibt es hier. Und weil wir natürlich auch während des Studiums und des Berufseinstiegs niemanden alleine lassen, haben wir auch für Studierende und für junge Ingenieurinnen und Ingenieure das passende Angebot parat.
 

 

Argumente brauchen eine Basis, Planung braucht Grundlagen: Statistische Daten zum Bau- und Vermessungswesen in NRW

Wenn man politisch argumentiert, lautet die erste Frage des Gegenübers nicht selten „Können Sie das belegen, gibt es dafür Zahlen?“. Wenn man sich mit der Geschäftsentwicklung seines Unternehmens befasst, steht man oft vor derselben Problematik: Wie komme ich an fundiertes Zahlenmaterial und an belastbare Aussagen über konjunkturelle Entwicklungen der Branche, allgemeine Trends oder die Situation am Arbeits- und Ausbildungsmarkt?
 
Unsere Kammer hat nun erstmals ein umfassendes Zahlenwerk vorgelegt, das all diese Daten zusammenfasst und auswertet. Im Auftrag der IK-Bau NRW hat das renommierte Institut Hommerich Forschung aus Bergisch Gladbach die für NRW zur Verfügung stehenden Zahlen und Daten des Bau- und Vermessungswesens zusammengetragen und analysiert. Entstanden ist dadurch eine wichtige Standortbestimmung für unseren Berufsstand. Denn die Ergebnisse werden dort, wo es sinnvoll ist, mit den Daten anderer Bundesländer und dem Bund insgesamt in Bezug gesetzt. Wirtschaftliche Kennwerte, strukturelle Daten und organisatorische Besonderheiten lassen sich somit hervorragend vergleichen und damit objektiv einordnen und bewerten.
 
Wir freuen uns, dass wir unseren Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit diese umfangreiche Studie nun präsentieren können. Sie ist Grundlage für vieles: für die politische und berufspolitische Argumentation ebenso wie für die Planung und strategische Ausrichtung der Ingenieurbüros und -unternehmen. Denn Aussagen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind ebenso enthalten wie zu allgemeinen Kennzahlen der Bauwirtschaft (Auftragseingänge, Baugenehmigungen etc.).
 
Die rund 150 Seiten starke Studie „Statistische Informationen zum Bau- und Vermessungswesen in Nordrhein-Westfalen“, die in unserer Reihe „Sachdienliche Hinweise“ erschienen ist, bildet somit eine informative Lektüre für all diejenigen, die sich mit den Entwicklungen und Perspektiven des eigenen Berufsstandes und der Branche insgesamt beschäftigen möchten. Auf die einzelnen Analysen hier im Detail einzugehen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Aber ich verweise an dieser Stelle gerne auf die Internetseite unserer Kammer, dort haben wir einige Details näher erläutert.
 
Für eine umfassende Information sollten Sie sich einfach in die Studie vertiefen. Die Kammergeschäftsstelle sendet Sie ihnen gerne gegen eine Schutzgebühr von 6,00 Euro zzgl. Porto zu. Rufen Sie an (Telefon 0211 13067-122) oder schicken Sie eine Mail mair@ikbaunrw.de).
 
Natürlich stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne zur Verfügung, wenn Sie weitere Fragen zur Studie haben. Und selbstverständlich können wir einzelne Aspekte auch gerne hier in den Kommentaren dieses Blogs diskutieren – ich freue mich auf Ihre Einschätzungen und Argumente!
 
 

Nach der Krise: Stabilisiert die Konjunktur sich wieder?

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

Weihnachten rückt näher, und auch der Jahreswechsel lässt nicht mehr lange auf sich warten. Zeit also, auf das zu Ende gehende Jahr zurückzublicken.
 
Zunächst können wir feststellen, dass die Konjunktur sich nach der Talsohle der Wirtschafts- und Finanzkrise wohl stabilisiert, sogar neues Wachstum für die nächsten Jahre angekündigt wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Auftragslage in den Ingenieurbüros sich nun auch automatisch erfreulich entwickelt. Vor allem die Situation der öffentlichen Haushalte ist überaus angespannt. Unser Ziel muss es sein, dafür Sorge zu tragen, dass dennoch ausreichende Mittel für Unterhalt, Sanierung und Neubau des Gebäudebestands und der Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Denn mittelfristig ist dies die einzige effiziente Investitionsstrategie.
 
Verschiedene Themenschwerpunkte haben im Jahr 2010 die Arbeit in den Kammergremien und in der Geschäftsstelle geprägt, aber auch die öffentlichen Debatten zu berufspolitischen Themen bestimmt. Beispielsweise die Frage, was aus dem akademischen Grad „Diplom-Ingenieur“ wird. Mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge ist er zunächst aus dem Blickfeld verschwunden, und nicht selten war unklar: Wer ist nach dem Studienabschluss eigentlich ein „Ingenieur“? Die IK-Bau NRW hat hier eindeutig Stellung bezogen. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der bewährte und weltweit geschätzte „Dipl.-Ing.“ der Vergangenheit angehören soll. Nach unserer Auffassung muss den Hochschulen die Möglichkeit eingeräumt werden, den „Dipl.-Ing.“ weiterhin zu vergeben.
 
Ein weiteres wichtiges Thema: die Sicherheitspartnerschaft. Wir müssen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass alle am Entstehen eines Bauwerks Beteiligten – vom Bauherrn über den Ingenieur bis zur ausführenden Firma – jeweils die größtmögliche Sicherheit einfordern und auch zu realisieren bereit sind. Das beginnt damit, dass Planungen nur durch qualifizierte Personen durchgeführt werden. Und es hört noch lange nicht damit auf, dass eine unabhängige Begleitung dafür sorgt, dass während der Bauphase nichts schief läuft. Die Sicherheitspartnerschaft zwischen allen Beteiligten ist unerlässlich – und wir Ingenieurinnen und Ingenieure sind ein besonders wichtiges Glied in dieser Kette.
 
Wir haben in diesem Jahr begonnen, intensiv um neue Mitglieder zu werben. Die Kampagne – Mitglieder werben Mitglieder! – zeigt erste Erfolge. Wir werden im kommenden Jahr bestrebt sein, die Zahl unserer Kammermitglieder weiter zu steigern. Ein engagierter Berufsstand braucht eine leistungsstarke Kammer. Und diese ist umso einflussreicher, je mehr Kolleginnen und Kollegen in ihr organisiert sind. Informationen zu unserer Kampagne gibt es auf der Internetseite www.kammer-der-moeglichkeiten.de.
 
Auch die Kampagne „ID. Die Nachwuchsinitiative“, mit der wir Studierenden das Angebot unserer Kammer näher bringen, ist erfolgreich gestartet (s. unten). Es ist wichtig, an den Hochschulen präsent zu sein und dort zu zeigen, wofür die Kammer steht und wie sie beim Studium und bei der Berufsausübung unterstützen kann.
 
Auch im zu Ende gehenden Jahr waren wir in vielen Gesprächen und Gremiensitzungen damit befasst, die Einführung und die Novellierung von Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften zu begleiten. Zu erwähnen sind in diesem Jahr insbesondere die Fortschreibung der HOAI und die EnEV 2012.
Stolz können die Ingenieurakademie West und die Ingenieurkammer-Bau NRW auf die großen Tagungen des Jahres 2010 sein. 600 Gäste bei der Brandschutz-Tagung, 550 bei der Bauphysik-Tagung und mehr als 200 beim Sachverständigenforum sind ein toller Erfolg.
 
Erfolgreich war auch unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2010. Die Präsenz in den Medien war enorm: Statements zu aktuellen Themen waren gefragt, über unsere Schüleraktionen wurde ausführlich berichtet, unsere Veranstaltungen fanden oft Widerhall in Zeitungen und Fachzeitschriften, im Fernsehen und im Radio sowie im Internet. Dort sind wir mittlerweile auch mit eigenen Videos präsent, Sie haben dies vielleicht schon gesehen. Wir sind der Ansicht, dass wir als Kammer alle zur Verfügung stehenden Kanäle intensiv nutzen müssen, um unsere Themen zu kommunizieren. Das funktioniert sehr gut, und deshalb werden wir es auch weiterhin so intensiv tun.
 
Ein Anliegen aus den Reihen der Mitglieder hat die Vertreterversammlung in ihrer Sitzung im November gerne aufgegriffen. Beschlossen wurde, im kommenden Jahr mehr Veranstaltungen in den Regionen durchzuführen. So wird es ab 2011 unter anderem wieder die früher bereits durchgeführten beliebten Ingenieurfrühstücke geben.
 
Vorstand und Geschäftsstelle der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen wünschen Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest, erholsame Tage zwischen den Jahren und ein gesundes und beruflich erfolgreiches Jahr 2011.
 
 

Transparente Vergabe – für mehr Qualität und gegen ruinösen Preiswettbewerb

Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Bökamp erläutert, weshalb es unerlässlich ist, Vergabeverfahren im Bauwesen möglichst transparent durchzuführen. Denn diese trägt dazu bei, dass die Qualität einer angebotenen Leistung zum Maßstab der Vergabeentscheidung wird und nicht der geringste Preis eines Angebots.
 


 

Ein engagierter Berufsstand braucht eine leistungsstarke Kammer

Wir werben. Das ist an sich noch nichts besonderes, denn wir werben jeden Tag: für die Leistungen unserer Kammermitglieder, für unsere berufspolitischen Überzeugungen, für akzeptable organisatorische, technische und finanzielle Rahmenbedingungen, innerhalb derer wir unseren Beruf ausüben können, und wir werben noch für vieles mehr.

Dennoch ist es diesmal anders. Denn die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen wirbt seit einigen Wochen in einer Kampagne um Mitglieder. Wir möchten, dass unsere Kammer eine einflussreiche Kammer bleibt. Wir sind die größte Ingenieurkammer in Deutschland, unsere Argumente finden in Politik und Gesellschaft Gehör, wir stehen wirtschaftlich solide da, wir sind eine große, starke und kompetente Kammer. Eine Kammer, die einen umfassenden Service bietet. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern!

Die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen ist eine Kammer der Möglichkeiten. Wir kümmern uns als „mitgliederstarke Kammer“ um die Belange aller Ingenieurinnen und Ingenieure des Bau- und Vermessungswesens in NRW. Unsere Kammer ist ein starkes Netzwerk für die Mitglieder und eine leistungsfähige Lobby für deren Interessen. Wir möchten, dass dies so bleibt. Und wir sind uns sicher, dass auch unsere Mitglieder daran ein großes Interesse haben.

Als leistungsstarke Kammer bieten wir unseren Mitgliedern einen umfassenden Service – und Ingenieure haben von einer Mitgliedschaft Vorteile, die sich in Euro und Cent auszahlen. Aber nicht nur das. Zum einen werden Kammermitglieder, sofern sie das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, automatisch Mitglied im Versorgungswerk und profitieren damit von attraktiven Angeboten zur Absicherung bestimmter Risiken wie beispielsweise einer Berufsunfähigkeit. Außerdem gelten für Kammermitglieder Sonderkonditionen und Rahmenverträge der Bundesingenieurkammer und des Verbands Freier Berufe in den unterschiedlichsten Bereichen. Ein Blick darauf lohnt sich in jedem Fall.

Doch nicht nur finanzielle Aspekte sind es, die eine Kammermitgliedschaft interessant machen. Die IK-Bau NRW bietet zahlreiche Möglichkeiten an, sich beruflich weiter zu qualifizieren. Selbstverständlich bietet unsere Ingenieurakademie West e.V. die notwendigen Seminare, um sich das hierzu jeweils erforderliche Wissen aneignen zu können. Und das Programm der Akademie (selbstverständlich erhalten Kammermitglieder eine Ermäßigung bei den Teilnahmegebühren) bietet noch weit mehr. Fachliches Können, unternehmerisches Handeln, rechtliches und finanztechnisches Wissen – zu all diesen Aspekten gibt es Vorträge, Seminare und Workshops. Und das nicht nur am Sitz der Kammer in Düsseldorf, sondern auch an anderen Standorten in NRW.

Als berufsständische Vertretung aller Ingenieure des Bau- und Vermessungswesens in NRW stehen wir dafür, unseren Mitgliedern alle für die Berufsausübung notwendigen Informationen aktuell und umfassend zukommen zu lassen. Das ist bei der Fülle der relevanten Informationen nicht immer leicht. Aber wir haben viele verschiedene Informationskanäle und Medien geschaffen, um dieser Herausforderung zu meistern. Kammermitglieder erhalten das Deutsche IngenieureBlatt mit unserem Kammer-Spiegel im Rahmen ihrer Mitgliedschaft kostenfrei. Eine Vielzahl von Publikationen, von Informationsveranstaltungen sowie zahlreiche Seiten im Internet runden unsere Angebote ab. Und falls doch einmal eine Frage offen bleibt – kein Problem. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle stehen gerne für Auskünfte zur Verfügung.

Dass wir uns als Körperschaft öffentlichen Rechts in alle gesellschaftlich und berufspolitisch relevanten Themen mit einbringen, wenn es sein muss, auch mit einer durchaus kritischen Stimme, versteht sich von selbst. Dies entspricht unserem Selbstverständnis. Die Meinungsbildung zu all diesen Themen erfolgt in den durch die Mitglieder gewählten Gremien unserer Kammer, angefangen von der Vertreterversammlung über die Ausschüsse bis hin zu Präsidium und Vorstand. Die Mitarbeit in diesen Gremien steht grundsätzlich allen Kammermitgliedern offen.

Wir haben eine umfangreiche Mitgliederwerbeaktion gestartet. Wir werben für unsere Kammer, weil wir überzeugt sind, dass sie gut und wichtig ist und allerhand zu bieten hat. Und wir wünschen uns, dass unsere Mitglieder diese Werbeaktion aktiv unterstützen.