Wir knüpfen das Netz der Ingenieurinnen und Ingenieure in NRW noch enger

Die Ingenieurkammer-Bau NRW hat ihren Sitz in Düsseldorf. Das dient der Nähe zu den landespolitischen Entscheidungsträgern, zum Parlament und zur Landesregierung sowie der Tuchfühlung auf Augenhöhe zu den großen Landesbehörden. Das ist wichtig und richtig.
Die Mitglieder unserer Kammer sind selbstverständlich in ganz NRW zu Hause. Für uns bedeutet dies oft einen Spagat: Sowohl unsere Geschäftsstelle als auch die Ingenieurakademie West e.V. haben ihre Schwerpunkte, allein schon aus logistischen Gründen, am Sitz der Kammer. Dennoch wollen wir vermehrt in allen Regionen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes unterwegs und aktiv sein. Weil wir nicht erwarten, dass die Mitglieder ausschließlich zu uns kommen – vielmehr gehen wir auf unsere Mitglieder zu. Das entspricht unserem Selbstverständnis als Dienstleister für die Ingenieurinnen und Ingenieure des Bau- und Vermessungswesens in NRW.
Wir haben aus diesem Grund im laufenden Jahr unsere regionalen Aktivitäten bereits weiter ausgebaut und werden dies auch konsequent weiter ausbauen. Bereits die Herbst-Sitzung unserer Vertreterversammlung 2010 in Olpe, die ja erstmalig außerhalb von Düsseldorf stattgefunden hatte, hat gezeigt, dass wir damit zusätzlich auch eine gute Resonanz in der örtlichen Presse erzielen können. Die Ingenieur-Frühstücke, die es in diesem Jahr als „Erfahrungsaustausch: Ingenieurgespräche“ wieder gibt, haben bei den ersten drei Terminen in Aachen, Detmold und Duisburg sehr großen Anklang gefunden. Auch diese Reihe werden wir natürlich weiter fortsetzen. Mit großen Veranstaltungen wie unseren Messe-Präsenzen oder dem „Ingenium“ sind wir ohnehin in anderen Regionen aktiv. Mit all unseren Programmen und Projekten im schulischen Bereich sowie bei der Nachwuchsförderung – sei es durch unsere Leonardo-Brücken-Aktionen, „Kinderwege in der Stadt“ oder durch unsere Aktivitäten an und mit den Hochschulen und den Studierenden (z.B. ID. Die Nachwuchsinitiative) gelingt uns die NRW-weite Präsenz schon seit langem sehr gut.
Doch all das sollte keine „Einbahnstraße“ sein. Wir sind auf Ihre Mitwirkung angewiesen. Als Kammer können wir – das ist uns allein schon aus Kapazitätsgründen nicht möglich – nicht alle Themen und Veranstaltungen in NRW im Blick behalten. Wir können nicht jede politische oder berufspolitische Diskussion, die lokal oder regional geführt wird, in der Flut der täglich entstehenden Nachrichten „entdecken“. Unsere Monitoring-Instrumente sind zwar gut und unsere Kontakte sind weit verzweigt, aber alles bekommen wir dennoch nicht mit.

Daher meine herzliche Bitte: Wenn Sie irgendwo der Schuh drückt, wenn Sie glauben, dass es wichtig wäre, dass sich Ihre Kammer in eine Diskussion vor Ort einmischt, wenn Sie der Ansicht sind, dass es in Ihrer Kommune eine Veranstaltung gibt, bei der die Präsenz der Kammer wichtig wäre: Sagen Sie es uns! Denn die Kammer ist kein Selbstzweck. Sie ist dafür da, sich aktiv für die Interessen ihrer Mitglieder einzusetzen. Auf Bundes- und Landesebene, aber eben auch vor Ort in den Regionen oder in den Kommunen.
Und so schließt sich, denke ich, ein wichtiger Kreis. Wir sorgen mit weiteren Veranstaltungen und Möglichkeiten zum gegenseitigen kollegialen Austausch dafür, dass das Netzwerk der Ingenieurinnen und Ingenieure des Bau- und Vermessungswesens in NRW neue starke Knoten erhält. Und Sie wirken mit Ihrem Engagement daran mit, dass die einzelnen Seile unseres Netzes stärker und belastbarer werden.
Sie wissen ja: Ein Netz dient dazu, etwas „herauszuziehen“. Sie können aus dem Kammer-Netzwerk viel herausziehen: Informationen, Fachwissen und Kontakte. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Es lohnt sich in vielerlei Hinsicht.